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Streuobstwiese Diekholzen aus Sicht des Naturschutzes

Betrachtung der Streuobstwiese »Alter Bahnhof« am Koppelweg in Diekholzen aus Sicht des Naturschutzes.

Im Oktober 2015 entstand entlang der Straße „Koppelweg“ und dem Radweg „Söhre-Diekholzen“, mit vereintem Engagement von Bürgerinnen, Bürgern und Gemeindeverwaltung durch Veränderung der Bepflanzung eine Oase für einen struktur- und artenreichen Lebensraum, die Streuobstwiese „Alter Bahnhof“.

Das ist erfreulich, da naturnahe Flächen auf dem Rückzug sind, besonders solche vor der eigenen Haustür. Gerade Streuobstwiesen sind wegen ihres geringen Ertrages überall auf dem Rückzug.

Die Neuanpflanzungen mit jungen Obstbäumen und verschiedenen heimischen Gehölzen ergänzen perfekt die vorhandenen Busch- und Baumgruppen und werden so nach entsprechender Entwicklung eine Bereicherung des Landschaftsbildes darstellen.

Die Blüten, Blätter und das Holz der Bäume sind Nahrungsgrundlage insbesondere für Insekten, wie Käfer, Wespen, Hummeln und Bienen. Ebenso gibt es eine Vielzahl von Spinnentieren und Tausendfüßlern. Für Vögel sind solche Streuobstwiesen Rückzugsraum. Das gilt ebenso für einige Säugetiere wie z. B. Haselmaus und Siebenschläfer. Auch Fledermäuse jagen hier und nutzen die Baumhöhlen als Unterschlupf.

Bis sich dieser Lebensraum entwickeln kann, braucht es einige Jahre.

Nistkästen für Vögel können noch fehlende natürliche Höhlen ersetzen und für viele Insekten sind „Insektenhotels“ eine sinnvolle Ergänzung.

Eine Streuobstwiese kann eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten beherbergen, die abhängig vom Bodentyp und anderen Faktoren unterschiedlich zusammengesetzt sein können. Die Pflanzen in der Krautzone werden aufgrund der großen Baumabstände ausreichend belichtet und können sich dadurch gut entwickeln. Sie wiederum locken Tiere an wie Insekten, Amphibien, Reptilien und kleine Säugetiere.

Die Erwartungen, die allgemein an größere Streuobstwiesen aus ökologischer Sicht gestellt werden, müssen im vorliegenden Fall allerdings relativiert werden:

Der Erfolg wird in hohem Maße davon abhängen, inwieweit die Nutzer der beiden begrenzenden Verkehrswege die doch recht kleine Fläche rücksichtsvoll behandeln und die notwendigen Pflegemaßnahmen jährlich durchgeführt werden können.

Verfasser: Dr.-Ing. Manfred Gorsler, Naturschutzbeauftragter der Gemeinde Diekholzen

Die Obstwiese "Alter Bahnhof" in Diekholzen ist jetzt komplett mit Feldgehölzen und Obstbäumen bepflanzt worden!

In den letzten Tagen wurden einige fehlende Büsche nachgepflanzt, nachdem vorher noch alte Baumstuken mit einer

 entsprechenden "Fräse" dem Boden gleichgemacht worden sind.

Nun kann die Natur ihren Kräften freien Lauf lassen.

Die Menschen in unserer Gemeinde lernen auf diese Weise einen kleinen neuen Lebensraum in der Natur kennen und können ihm bei seiner sicherlich spannenden Entwicklung zusehen.

 

 

 

 

 

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