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01.08.2017

Diekholzen "Stark in der Krise"

Das Hochwasserereignis der vergangenen Woche, das uns in Diekholzen heimgesucht hat, ist weitgehend zu Ende.

Zuerst gab es ein durch die Beuster verursachtes Hochwasser in Diekholzen und Söhre, das in viele Häuser eingedrungen ist. In Barienrode fasste das Kanalsystem an vielen Stellen die Wassermassen auch nicht mehr. Der um einen Tag verzögerte Anstieg des Innerstepegels traf dann noch Egenstedt, wo ebenfalls einige Häuser Wassereinbrüche zu verzeichnen hatten. Die Innerstetalsperre wird momentan nach Absprachen nicht vermehrt Wasser abgeben, so dass der Pegel weiter fallen wird. Er verzeichnete das Rekordhoch von 7,15 m bei der Messstelle in Heinde.

Wie hatte es begonnen?
Die Rufbereitschaft des Bauamtes / Bauhofes in Diekholzen hat im Dauerregen in der Nacht zum Dienstag als Erstes die gebotenen erforderlichen Maßnahmen getroffen, nämlich unsere Pumpstationen in Gang gehalten und ca. um Mitternacht, den Ablauf des Regenrückhaltebecken im Südwald geschlossen. Erst am nächsten Morgen ca. Gegen 8:00 Uhr war es so voll, dass es über die Überlaufschwelle trat.
Wie lief es ab?
Im Feuerwehrhaus in Diekholzen war seit Beginn des Starkregenereignisses der Führungsstab unserer Feuerwehr rund um den Gemeindebrandmeister Ohlendorf versammelt. Die Ortsbrandmeister haben zusammen mit ihren Wehren Hervorragendes geleistet: sie haben Telefonanrufe, Notrufe entgegengenommen und die Maßnahmen getroffen, die geboten waren.
Unermüdlich wurden Sandsäcke auf dem Bauhof an der allen Kläranlage befüllt, Sand musste mehrfach nachbestellt werden. Die Säcke wurden an die Orte geschleppt, wo das Wasser in Keller und Häuser oder Garagen eindrang und Straßen überflutete. So wurde es kanalisiert. Straßen wurden abgesperrt.  Außerdem wurden ein Baum, der durch das Hochwasser umgefallen war, von der Südwaldstraße entfernt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus haben ebenfalls Telefonanrufe / Notrufe entgegengenommen und weitergegeben.
Spontan haben viele Menschen ihre Hilfe angeboten! Gut, dass wir in unserer Gemeinde sagen können, hier funktioniert es, wenn der Mensch den Menschen braucht!

Ich habe mir die betroffenen Gebiete und Häuser während des Regens und danach angesehen und sah, wie unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger - z.T. bis zur absoluten Erschöpfung - gegen die Wassermassen ankämpften. Pumpen wurden in Gang gebracht, Fenster gesichert und Sandsackbarrieren gebaut. Hab und Gut wurde, wenn es noch möglich war, in Sicherheit gebracht.

Zeitweilig drohte die Abschaltung des Stromes, da einige Schaltstellen ebenfalls vom Wasser bedroht waren, mithilfe der Avacon wurde die Gefahr eingeschätzt. Zum Glück musste keine Abschaltung erfolgen.
Weiterhin drohte - wie auch in der Hildesheimer Allgemeinen berichtet wurde - der Damm am Teich in Marienrode zu brechen, da er zu überströmen begann. Im Damm verläuft eine der Hauptwasserleitungen für Diekholzen. Auch hier leisteten das THW und die Harzwasserwerke Großartiges. Es gelang ihnen buchstäblich in letzter Minute den Damm mithilfe von Sandsäcken und durch Abpumpen des Teichwassers zu stabilisieren.

Das alles war sehr bedrohlich und äußerst belastend für alle Menschen in Diekholzen!
Das, was Menschen in diesen Tagen freiwillig als Hilfe für andere geleistet haben, ist in Worten gar nicht auszudrücken, aber trotzdem
möchte ich mich bei allen Helfern mit und ohne Uniform, die geholfen haben, dass die Hochwasserschäden in Diekholzen nicht noch schlimmer ausgefallen sind, aufs Allerherzlichste bedanken!

Die Schäden, die das Wasser verursacht hat, werden jetzt - auch was die Gemeindeinfrastruktur betrifft - immer mehr sichtbar.
Bäume drohen umzustürzen, Straßen sind unterspült worden und bekommen Absackungen, ja, in einem Fall ein regelrechtes Loch.

Bitte melden Sie Schäden an die Gemeinde am besten per Email, außer wenn Dringlichkeit herrscht. Wir werden die Schäden nach Priorität bewerten und deren Behebung abarbeiten.

Der Sperrmüll aus Überschwemmungsgebieten kann kostenlos auf der Deponie in Heinde und den Wertstoffhöfen abgegeben werden.

Meine Gedanken sind bei allen, die Schäden durch das Hochwasser erlitten haben und ich wünsche Ihnen alles Gute. Den Einsatzkräften wünsche ich gute Erholung und uns allen, dass wir zum einen nicht wieder ein solches Ereignis erleben müssen, aber wenn es eintreten sollte, wieder so zusammenhalten wie jetzt geschehen.

Ihre Bürgermeisterin
Birgit Dieckhoff-Hübinger

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