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26.10.2017

Sportentwicklung in der Gemeinde Diekholzen

Herr Dr. Arne Göring vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Göttingen hat am vergangen Dienstag, 24.10.2017, vor knapp 50 Sportinteressierten seinen Bericht zur Sportentwicklung in der Gemeinde Diekholzen vorgestellt. In enger Zusammenarbeit mit den Sportvereinen, Bildungseinrichtungen, der Politik, Verwaltung und sportinteressierten Bürger/innen der Gemeinde wurden in einem Prozess von vier Terminen Daten erhoben, die Sportstätten begangen und Problemstellungen aufgenommen.

Am Beteiligungsverfahren - dem so genannten Sportforum - wurden alle am Sport interessierten Bür­gerinnen und Bürger sowie die Vertreter von Organisationen und Instituti­onen eingeladen, die Sport anbieten oder als Partner des Sports aktiv sind. Der Schwerpunkt hierbei lag dabei sowohl auf der Aktivierung der Beteiligten als auch auf der Erhebung und Priorisierung von auf den Sport bezogenen Bedürfnissen und Bedarfen. Im weiteren Prozess, einer zeit­lich nachgelagerten Veranstaltung mit der Bezeichnung „Perspektivwerkstatt Sport“, wurden ausgewählte Delegierte aus unterschiedlichen Handlungs-und Organisationskontexten dazu angeregt, an möglichen Umsetzungs- und Bearbeitungsschritten für die selbst gewählten Entwicklungsschwerpunkte zu arbeiten. Beide Veranstaltungsformate - das „Sportforum“ und die „Perspek­tivwerkstatt Sport“ - wurden von ausgebildeten und spezifisch für die Veran­staltungen qualifizierten Mitarbeitern der Universität Göttingen vorbereitet, mit den Verantwortlichen vor Ort abgestimmt und moderiert.

Das Ziel des Sportforums in der Gemeinde Diekholzen ist die Ermittlung von Bedarfen, Wünschen, Problemen und Herausforderungen. Die Beteiligten wurden dazu gebeten, sich zunächst ohne Beschränkungen mit der Zukunft des Sports in der Gemeinde Diekholzen auseinander zu setzen und beliebig viele Wünsche für die Kommune zu formulieren. Insgesamt wurden von den anwesenden Personen gut 80 Aspekte genannt. Die im Zuge des Sportforums genannten Wünsche waren dabei überaus viel­fältig und betrafen sowohl bauliche Veränderungen (Neubau einer zusätzli­chen Trainingshalles) als auch organisatorische Aspekte wie die Stärkung des Ehrenamtes.

Die Intention, möglichst viele Perspektiven auf die jeweiligen Thematiken zu lenken, konnte durch die Teilnahme von unterschiedlichen Personen aus ver­schiedenen Organisationen / Akteursgruppen erreicht werden. Die Arbeitsgruppen wurden angehalten, sich in den Themenfeldern möglichst konkret mit den Umsetzungsmöglichkeiten in der Gemeinde Diekholzen aus­einander zu setzen und vor allem Verantwortlichkeiten zu identifizieren, die bei der Umsetzung der Ideen als Treiber agieren können.

Nachfolgende Ergebnisse wurden hierbei erarbeitet:

In der Arbeitsgruppe „Erweiterung der Sportinfrastruktur“ wurden die Ideen und Wünsche zur Erweiterung der aktuellen Sportstättensituation (insbesondere der Hallensituation) aufgenommen. Die Diskussion zeichnete hier eine durchaus positive Sportstättensituation in der Gemeinde Diek­holzen ab. Alle beteiligten Akteure waren sich darin einig, dass es zukünftig darum gehen müsse, den derzeitigen Bestand an Sportstätten zu erhalten. Gleichzeitig aber wünschen sich insbesondere die Vertreter der Ballsportarten eine Erweiterung der Hallenkapazitäten.

Die Arbeitsgruppe „Verbesserung der Koordination und Zusammenar­beit“ startete mit der Zielsetzung in die Perspektivwerkstatt, die Absprachen, die Zusammenarbeit und die Kooperation zwischen den Vereinen und der Ge­meinde zu optimieren. Dabei wurde nicht die derzeitige Sportstättenvergabe kritisiert und besprochen, sondern vor allem eine auf Fairness und Kooperation ausgerichtete Sportstättennutzung angestrebt. In der Arbeitsgruppe wurde diesbezüglich Ideen und Vorschläge zur weiteren Bearbeitung der Thematik diskutiert, die mit anderen Arbeitsgruppen durchaus Überschneidungen be­sitzen.

Die Arbeitsgruppe „Nachnutzung der Tennisanlage Diekholzen“ setzte sich mit den Wunsch auseinander, die bestehende aber nur noch wenig ge­nutzte Tennisanlage in Diekholzen weiterhin für sportliche Belange nutzen zu können. Dabei wurde vor allem nach konzeptionellen Ideen geforscht und ein erster Projektplan entwickelt.

Die Entwicklung des Fußballplatzes in Diekholzen wurde ebenfalls von ei­ner Arbeitsgruppe bearbeitet. Dabei war vor allem das Thema Hochwasser­schutz und deren Bedeutung für den Standort Diekholzen von großer Bedeu­tung.

Die durch das Plenum im Zuge des Sportforums ins Leben gerufene Ar­beitsgruppe“ Verbesserung der Engagementsituation in der Gemeinde Diekholzen“ war die kleinste Arbeitsgruppe des Perspektivworkshops. Hier wurde die problematische Situation des Ehrenamtes und des Engagements diskutiert und schließlich in einen ersten Maßnahmenplan überführt.

Die Maßnahmenpläne zu den Themenpunkten sind im Bericht enthalten.

Sportentwicklung_Bericht_Uni_Goettingen_Okt2017 (PDF, 7,5 MB)

Wie geht es weiter?

Der Bericht zur Sportentwicklung der Universität Göttingen ist öffentlich und steht jedem zur Einsicht frei. Es gilt nun abzustimmen, ob und wie die vorgebrachten Schwerpunkte umzusetzen sind. Hierzu sind Beschlüsse der politischen Gremien erforderlich. Einige Punkte können kurzfristig umgesetzt werden, andere bedürfen einer weiteren Planung. In diesem weiteren Prozess sollen die Sportakteure ebenfalls einbezogen werden. Um zeitnah Entscheidungen zu treffen bzw. die vorgeschlagenen Arbeitsgruppen zu bilden, wird sich der Jugend-, Kultur- und Sportausschuss in seiner Sitzung am Montag, 27. November 2017 mit diesen Themen befassen. Zu dieser öffentlichen Sitzung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

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