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Feuerwehrbereitschaft 3

Die Feuerwehrbereitschaft – Wenn viele Hände gebraucht werden

Nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz ist für jeden Brandschutzabschnitt eines Landkreises eine sogenannte Kreisfeuerwehrbereitschaft (FB) aufzustellen, um bei Großschadenslagen im eigenen und auch anderen Landkreisen Unterstützung leisten zu können. Der Brandschutzabschnitt Ost, zu dem auch Söhre gehört, stellt die Feuerwehrbereitschaft 3 (FB 3), die in vier taktische Züge aufgeteilt ist und insgesamt ca. 18 Fahrzeuge sowie 120 Kameraden und Kameradinnen umfasst. Die Feuerwehren der Gemeinde Diekholzen bilden den 1. Zug, in dem die Ortsfeuerwehr Söhre eine Löschgruppe sowie das TLF 16/25 stellt.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaften werden immer dann gerufen, wenn Schadenslagen nicht von den ansässigen Ortsfeuerwehren allein abgearbeitet werden können oder ein Einsatz so lange andauert, dass Einsatzkräfte abgelöst werden müssen. Beim Elbehochwasser 2002 im Landkreis Lüchow-Dannenberg sowie 2006 und 2013 im Bereich der Gemeinde Amt Neuhaus war dies der Fall. Hier war die FB 3 mehrere Tage im Einsatz, um die Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen. Auch im Landkreis Hildesheim kam die FB 3 bereits zum Einsatz, beispielsweise während des großen Flüchtlingsstroms im Jahr 2015. Das Edeka-Lager in Sarstedt sollte als Flüchtlingsunterkunft hergerichtet werden. Da die Flüchtlinge bereits in Bussen auf dem Weg nach Sarstedt waren, mussten in kürzester Zeit die Lagerregale abgebaut und die Parzellen für die Flüchtlinge aufgebaut werden. Nur wenige Tage später wurde die FB 3 sogar hier nach Söhre alarmiert, um Wohnungen für die Flüchtlingsfamilien einzurichten. Innerhalb eines Nachmittags wurden zahlreiche Betten, Kleiderschränke, Tische und Stühle aufgebaut und die Wohnungen eingerichtet, sodass die Familien kurzfristig einziehen konnten.

Dies zeigt, wie vielseitig die Kreisfeuerwehrbereitschaft eingesetzt wird. Neben den Einsätzen und den Übungsdiensten in den Ortsfeuerwehren führt die FB 3 auf Bereitschafts- und Zugebene regelmäßige Übungen durch, in denen z.B. Wald- oder Industriebrände abgearbeitet werden. Des Weiteren findet alle zwei Jahre eine Zwei-Tage-Übung auf einem fremden Gelände außerhalb des Landkreises statt, in der die Führung, die Mannschaft und die Gerätschaften so richtig gefordert werden. Auch die Zusammenarbeit unter den Ortsfeuerwehren und mit anderen Rettungsorganisationen wird hier geübt.

 All dies macht deutlich, dass sich die Ortsfeuerwehren Söhre, Barienrode und Diekholzen nicht nur für die Bürger/Innen in der eigenen Gemeinde, sondern mit der FB 3 auch weit über den Landkreis hinaus für das Wohl in Not Geratener einsetzen.

 Steffen Himstedt

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