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Krankengeld für Krankenversicherte Gewährung bei Erkrankung des Kindes

Leistungsbeschreibung

Das Kinderpflege-Krankengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Es wird gezahlt, wenn der Versicherte nach ärztlicher Begutachtung aufgrund von Beaufsichtigung oder Pflege eines erkrankten Kindes seiner Arbeit fern bleiben muss. Die Berechnung erfolgt analog zum Krankengeld für Arbeitnehmer (70 Prozent des regelmäßigen Bruttoarbeitsentgelts, höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens).

Eltern bekommen für ein gesetzlich versichertes Kind unter zwölf Jahren bis zu zehn Arbeitstage Kinderpflege-Krankengeld im Jahr. Alleinerziehenden stehen 20 Tage pro Kind und Jahr zu. Insgesamt ist der Anspruch auf 25 Arbeitstage bei mehreren Kindern im Jahr begrenzt (bzw. 50 Tage für Alleinerziehende).

Bei behinderten und auf Hilfe angewiesenen Kindern, die gesetzlich versichert sind, besteht der Anspruch ohne Altersbegrenzung. Eltern von schwerstkranken Kindern, welche eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder Monaten haben, besitzen einen zeitlich unbegrenzten Anspruch.

Verfahrensablauf

Bei Bedarf erhalten Sie vom behandelnden Allgemeinmediziner eine “ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung des Kindes”. Auf der Rückseite befindet sich der “Antrag auf Krankengeld”. Nach Eingabe der Daten wird der Antrag unterschrieben und per Post an Ihre Krankenkasse gesendet. Bei Bewilligung des Kinderpflege-Krankengeldes erfolgt zeitnah die Überweisung.

  • Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse
  • Stellen sie nach der Erteilung der ärztlichen Bescheinigung bei Ihrer Krankenkasse schriftlich einen Antrag auf Krankengeldzahlung. Am einfachsten ist es, wenn Sie mit der ärztlichen Bescheinigung zu Ihrer Krankenkasse gehen und dort im Rahmen eines Beratungsgespräches den Antrag ausfüllen.
  • Reichen Sie mit der ärztlichen Bescheinigung bei der Krankenkasse und Ihrem Arbeitgeber schriftlich einen Antrag auf Freistellung ein.
  • Wichtig ist dabei, dass die Krankenkasse Ihren Leistungsanspruch anerkennt, bevor Sie Ihren Freistellungsanspruch geltend machen wollen. Denn falls die Voraussetzungen für einen Freistellungsanspruch nicht erfüllt sind, hat Ihr Arbeitgeber das Recht die bereits gewährte Freistellung von der Arbeitsleistung auf einen späteren Freistellungsanspruch zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege Ihres erkrankten Kindes anzurechnen.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei Ihrer Krankenkasse.

Voraussetzungen

  • der Elternteil, der vom Pflege-Krankengeld für das Kind Gebrauch macht, muss selbst mit Anspruch auf Krankengeld versichert sein
  • eine gesetzliche Krankenversicherung (z.B. Familienversicherung) ist für das Kind vorhanden
  • das Kind lebt im Haushalt des Versicherten
  • keine andere im Haushalt lebende Person kann die Pflege des Kindes übernehmen
  • das Kind hat das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet oder ist behindert (ohne Altersbegrenzung)
  • schriftliche ärztliche Bescheinigung, dass eine Beaufsichtigung oder Pflege des Kindes notwendig und damit ein Fernbleiben von der Arbeit erforderlich ist
  • es besteht kein Anspruch auf bezahlte Freistellung gegenüber dem Arbeitgeber (Bescheinigung vom Arbeitgeber notwendig)
  • Verdienstausfall

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • schriftliche ärztliche Bescheinigung, dass eine Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege des Kindes und damit ein Fernbleiben von der Arbeit erforderlich ist
  • Antrag auf Krankengeld

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen i.d.R. keine Gebühren an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Krankenkasse sollte innerhalb einer Woche in Kenntnis gesetzt werden.

Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungsdauer variert je nach zuständiger Krankenkasse.

Anträge / Formulare

Die ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes stellt der behandelnde Arzt aus.

Rechtsbehelf

Lehnt die Krankenkasse die Leistung ab, kann dagegen Widerspruch eingelegt werden. Wird dem Widerspruch nicht abgeholfen, können Sie dagegen vor dem Sozialgericht klagen.

Was sollte ich noch wissen?

Gegenüber dem Arbeitgeber hat das GKV-Mitglied Anrecht auf unbezahlte Freistellung von der Arbeitsleistung, soweit es nicht aus gleichem Grund eine bezahlte Freistellung beanspruchen kann. In jedem Falle sollte der Arbeitgeber unverzüglich über eine bevorstehende Verhinderung in Kenntnis gesetzt werden, mit einer Kopie vom Attest kann dies belegt werden.

Ferner hat ein Elternteil bei der Betreuung und Pflege einer schweren und unheilbaren Erkrankung seines Kindes Anspruch auf Krankengeld, der nicht der oben genannten zeitlichen Begrenzung unterliegt.

Der Anspruch besteht, wenn Ihr Kind behindert und auf Hilfe angewiesen ist und nach ärztlichem Zeugnis an einer Erkrankung leidet,

  • die progredient verläuft und bereits ein weit fortgeschrittenes Stadium erreicht hat,
  • bei der eine Heilung ausgeschlossen und eine palliativmedizinische Behandlung notwendig oder von einem Elternteil erwünscht ist und
  • die lediglich eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten erwarten lässt.

Fachlich freigegeben durch

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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